31.03.2011

Interkommunale Zusammenarbeit

Schlänger Bürgermeister spricht auf FDP-Parteitag in Bad Lippspringe

Ganz im Zeichen interkommunaler Zusammenarbeit mit der Gemeinde Schlangen stand der Ortsparteitag der Bad Lippspringer Liberalen. Auf Einladung der Ortsvorsitzenden Angelika Mikus sprach der Schlänger Bürgermeister Ulrich Knorr über Möglichkeiten und Grenzen einer Kooperation zweier Kommunen über eine Kreisgrenze hinweg.

Ulrich Knorr: „Immer sind es Zwänge oder Mangellagen, die Gemeinden veranlassen, die eigene Kirchturmpolitik hintanzustellen und gemeinsame Lösungen mit einer Nachbargemeinde zu suchen. Hier besteht allerdings immer die Gefahr, dass die lokale Identität verloren geht und der kleinere Partner sich dem größeren unterlegen fühlt. Partnerschaftlicher Umgang und gleichgewichtiges Handeln sind Grundvoraussetzungen für den Erfolg interkommunaler Zusammenarbeit.“

Als Beispiel nannte Ulrich Knorr die Schulkooperation zwischen Bad Lippspringe und Schlangen, die bereits in den 60er Jahren mit der Gründung der Realschule begann und bis heute im Sekundar I-Bereich erfolgreich fortgeführt wird. Die Schule in der Funktion eines Türöffners hat den Weg bereitet für weitere Kooperationen, z.B. im Bereich des Bauhofs die gemeinsame Nutzung der Kehrmaschine und bei der Feuerwehr der

Einsatz der Drehleiter. Regelmäßige Gespräche der beiden Bürgermeister sind an der Tagesordnung, und auch die Verwaltungen beider Kommunen sollten nach Wegen suchen, Aufgaben gemeinsam zu erledigen, um durch diese Synergieeffekte Einsparungen zu erzielen.

Knorr: „Gerade die sehr gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Feuerwehren muss an dieser Stelle lobend erwähnt werden. Wenn es am Schwimmbadkreisel brennt, wird auch in Schlangen Alarm ausgelöst. Beide Kommunen müssen zum Wohle und zur Sicherheit aller Bürger als zu versorgende Einheit gesehen werden. Ein gemeinsamer Brandschutzbedarfsplan wäre das nächste anzustrebende Ziel.“

Unter dem Stichwort „Liberale auf Tour“ stellte Angelika Mikus das kulturelle und gesellschaftliche Jahresprogramm vor.

Angelika Mikus: „ Neben der politischen Arbeit dürfen auch solche Aktivitäten nicht fehlen, die das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Partei stärken. Für 2011 haben wir deshalb einen Besuch der Wewelsburg und der Bad Lippspringer Wetterstation geplant. Ebenso wird es eine Betriebsbesichtigung beim Westfalenblatt sowie einen Segeltörn auf dem Lippesee geben.“

Das Thema Mitgliederwerbung nahm der Fraktionsvorsitzende Hans Jürgen Schaefer in den Focus: „Gerade in Zeiten schlechter Umfragewerte und Wahlergebnisse, die wir Bad Lippspringer Liberalen ganz gewiss nicht zu verantworten haben, muss man zusammenrücken, alle vorhandenen Kräfte bündeln und neue Kräfte rekrutieren, die mithelfen einer in Koalitionen verschlissenen Partei neuen Aufschwung und ein neues Profil zu geben. Deshalb brauchen wir neue Mitglieder, die bereit sind, ihr persönliches Knowhow einzubringen und uns auch bei der Weiterentwicklung unserer schönen Stadt zu unterstützen!“

Bad Lippspringe, 31.3.2011
Hans Jürgen Schaefer
(Pressesprecher)



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