15.02.2010
Bürgerenergiegenossenschaft für Bad Lippspringe
FDP-Antrag einstimmig angenommen
Die Nutzung regenerativer Energien gewinnt in einer Zeit stetig abnehmender fossiler Energiequellen immer mehr an Bedeutung. Deshalb ist es nach Auffassung der Liberalen höchste Zeit über Alternativen zu Öl, Gas und Kohle nachzudenken. Über eine Bürgerenergiegenossenschaft kann sich jeder Bürger aktiv am Umbau der kommunalen Energieversorgung beteiligen. Die Nutzung regenerativer Energien vor Ort, sowie die zunehmende Unabhängigkeit von den großen Energieversorgern ist das erklärte Ziel einer solchen Genossenschaft.
FDP-Fraktionsvorsitzender Hans Jürgen Schaefer: „Wir dürfen die Möglichkeiten, die uns die Natur vor Ort schenkt, wie Sonne, Wind, Wasser, Biogas, nicht ungenutzt lassen, um unsere Energiezukunft selbst zu gestalten. Hier ist die Genossenschaft die ideale Rechtsform. Jeder Bürger kann Geschäftsanteile zeichnen und so aktiv dazu beitragen, dem Klimawandel entgegenzutreten. Eine Verzinsung von 3-4% ist durchaus realistisch. Eine umweltfreundliche Kapitalanlage für jedermann.“
Über den einstimmigen Ratsbeschluss hat die Verwaltung den Auftrag erhalten, gemeinsam mit der Nachbargemeinde Schlangen die Möglichkeit der Gründung einer Bürgerenergiegenossenschaft zu prüfen und auf den Weg zu bringen. Die regional tätigen Genossenschaftsbanken, wie z.B. die Volksbank Delbrück-Hövelhof begleiten bereits einige Energiegenossenschaften Sie helfen in der Gründungsphase, im kaufmännischen Bereich, verkaufen Anteile an interessierte Bürger und finanzieren die zu errichtenden Anlagen.
Schaefer: „Die Spadaka Bad Lippspringe/Volksbank Schlangen hat sich bereit erklärt, diese Aufgaben zu übernehmen. Sie ist in beiden Orten präsent und stellt damit auch eine räumliche Verbindung über die Kreisgrenze hinaus her. Natürlich kommt auch jedes andere heimische Geldinstitut als Kooperationspartner in Frage.“
Bad Lippspringe, 21.3.2010
Hans Jürgen Schaefer
(Pressesprecher)
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