11.11.2011
Nationalpark Senne: Neuer Ratsbeschluss wirklich erforderlich?
Bad Lippspringe. Nach Auffassung der Bad Lippspringer Liberalen ist eine grundsätzliche Überarbeitung des Ratsbeschlusses aus dem Jahr 2005 nicht nötig. Allenfalls Feinjustierungen könnten vorgenommen werden.
Zwei für die FDP zentrale Punkte in diesem Beschluss, nämlich der Vorrang der militärischen Nutzung (Absatz 4), sowie die Zustimmung der Nachbarkommunen (Absatz 7) verhindern schon jetzt die Umwandlung der Senne in einen Nationalpark.
Fraktionschef Hans Jürgen Schaefer: „Für die FDP ist die militärische Nutzung der Senne Naturschutz pur und hat damit absoluten Vorrang vor allen anderen Denkmodellen. Selbst wenn die Briten abziehen, handelt es sich hier immer noch um einen Nato-Übungsplatz, der auch von anderen Bündnispartnern genutzt wird. Unsere Bundeswehr hat ebenfalls bereits Interesse bekundet, in Zukunft die Senne für ihre militärischen Übungseinheiten intensiver nutzen zu wollen.“
Zur Zustimmung der betroffenen Kommunen erklärt Schaefer, dass sowohl in Hövelhof, als auch in Augustdorf Ratsbeschlüsse gefasst wurden, die sich eindeutig gegen die Einrichtung eines Nationalparks Senne richteten. Auch der Kreistag habe mit Mehrheit so entschieden. Insofern brauche man sich gar keine Sorgen zu machen. Nach dem Beschluss von 2005 sei ein Nationalpark Senne aus Bad Lippspringer Sicht ausgeschlossen, und die herrliche Sennelandschaft bliebe uns damit erhalten.
Schaefer: „Über den touristischen Nutzen und die vermeintliche Chance einer städtischen Weiterentwicklung wird man noch reden und gegebenenfalls Feinjustierungen vornehmen müssen. Man sollte aber auch mal auf Volkes Stimme hören, um dann festzustellen, dass der Widerstand in den Anrainerkommunen gegen den Nationalpark immer größer wird. Die Befürworter sollten das nicht ignorieren.“
Bad Lippspringe, 23.8.2010
Hans Jürgen Schaefer
(Pressesprecher)
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