01.02.2010

Mäßigung beim Minarettbau

Das Minarett im Focus der Liberalen

Jeder Kirche ihren Turm, jeder Moschee ihr Minarett. Was dem einen recht ist, ist dem anderen billig.

Nur passen nach Meinung der Bad Lippspringer FDP Minarette nicht in unsere abendländische Kultur, Domtürme nicht ins Morgenland. Andererseits „Jeder soll nach seiner Facon glücklich werden“ ist ein liberaler Grundsatz und die Glaubensfreiheit ist für Liberale ein unumstößliches Dogma.

Hans Jürgen Schaefer, Fraktionsvorsitzender: „Natürlich akzeptieren wir den Wunsch der muslimischen Gemeinde Bad Lippspringe an ihrer Moschee ein Minarett zu errichten. Nur sollte man darauf achten, dass sich dieses Bauwerk auch architektonisch in die vorhandene Bebauung einfügt. Auch Kirchtürme erreichen Höhen von 17,5 Metern und mehr, passen sich aber in der Regel dem Baukörper des Kirchenschiffs in Größe und Breite an. Das geplante Minarett passt nach meiner Meinung von den Proportionen und vom Aussehen nicht zum Baukörper der Moschee.“

Die Liberalen möchten ein harmonisches Miteinander der Religionen in der Badestadt und wünschen sich von der türkisch-islamischen Union Mäßigung bei der Größe des Minaretts – denn je höher das Minarett, umso geringer die Akzeptanz in der Bevölkerung.

Stadtverbandsvorsitzende Angelika Mikus: „Das Minarett soll direkt an der Detmolder Straße, im Eingangsbereich Bad Lippspringes gebaut werden, und ist so für alle Besucher unserer Stadt zunächst einmal stadtbildprägend. Würde man es hinter die Moschee setzen, würde es auch seinen Zweck erfüllen, ohne dabei sofort ins Auge zu springen.“

Gleichwohl hat das alles auch eine positive Seite. Durch den Bau des Minaretts wird dokumentiert, dass Bad Lippspringe eine weltoffene, tolerante Stadt ist.


Bad Lippspringe, 01.2.2010

Hans Jürgen Schaefer
(Pressesprecher)



Zurück zum Archiv
FDP-Ortsverband Bad Lippspringe
Impressum